Veröffentlicht am 12.04.2017

Fit im hohen Alter

Durch Bewegungsförderprogramme wie das Lübecker Modell erlangen Senioren wieder mehr Mobilität und Selbstständigkeit.
Durch Bewegungsförderprogramme wie das Lübecker Modell erlangen Senioren wieder mehr Mobilität und Selbstständigkeit. (Bild Leonard Olberts)

Auch im fortgeschrittenen Alter lohnt es sich, etwas für die Gesundheit tun. Das Bundeszentrum für gesundheitliche Aufklärung hat nun ein Programm zur Bewegungsförderung in Pflegeeinrichtungen entwickelt.
Für Bewegung ist es nie zu spät: Sie wirkt körperlichen und kognitiven Einbußen entgegen, schafft soziale Kontakte und verbessert die Laune. „Aktuelle Studien bestätigen, dass Bewegungsförderung im Alltag in jedem Lebensalter positive gesundheitliche Effekte hat, aber auch dann, wenn körperliche Einschränkungen vorliegen“, bemerkt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Bewegungstraining in verschiedenen „Welten“
Die BZgA hat deshalb das Programm „Älter werden in Balance“ entwickelt. Ein wichtiger Baustein des Programms ist das „Lübecker Modell Bewegungswelten“. Im Rahmen dieses Modells führen Übungsleiter in Pflegeheimen ein Bewegungstraining mit Gruppen aus 8 bis 12 Personen durch. Das Programm steht auch Senioren aus der Umgebung offen. Die Übungen finden zwei Mal wöchentlich eine Stunde lang statt und sind inhaltlich in verschiedenen „Welten“ angesiedelt – zum Beispiel am Strand, im Garten oder beim Einkaufen. Daneben können die Teilnehmer auch täglich individuelle Übungen durchführen.
Erste Auswertungen zeigen positive Effekte
Das Lübecker Modell ist momentan noch in der Pilotphase und wird parallel wissenschaftlich ausgewertet. Erste Ergebnisse zeigen positive Auswirkungen auf Mobilität, Koordination, Kraft und Kognition der Teilnehmenden. Künftig soll es bundesweit in Pflegeeinrichtungen zum Einsatz kommen.
Quelle: BZgA